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Huancane, Azángaro, Masucani, Ollachea, San Gabán, Mazuco, Puerto Maldonado, Iberia, Iñapari Entlang der Laguna Arapa nach Azángaro Nachdem ich etwas länger in Huancane geblieben bin, ging es endlich weiter Richtung Brasilien. Die ersten 10km ging es für mich Richtung Juliaca auf einer recht neuen Asphaltstraße. Da ich keinen großen Umweg über Juliaca machen wollte, bog ich ab auf eine Piste, die über die Laguna Arapa direkt nach Azángaro führte. Die Strecke entlang der Lagune war für mich um einiges schöner, als die Umrundung des Lago Titicacas. Weiter ging die Piste über zwei kleine Pässe zur Laguna Salinas. Von hier aus ging es dann im Gegenwind die letzten km auf schlechter Piste weiter nach Azángaro.
Hoch zum Abra Oquepuño Nach einer Nacht in Azángaro fuhr ich über ein Tal, das sich langsam die Cordillera Carabaya, zum Pass Abra Oquepuño hinaufschlängelte. Die Straße, so sagte man mir, sei erst seit ein paar Jahren asphaltiert und würde so bis nach Macusani weiter führen. Zu meinem Erstaunen ging die Straße sogar bis fast Ollachea asphaltiert weiter. Den unzähligen Bauarbeitern sei Dank... Die Strecke war bis auf die zwei Lagunen recht eintönig. Es wurde vorwiegend Getreide angebaut und Vieh gezüchtet. Es herrschte meist ein recht starker Westwind der den ganzen Tag anhielt.
Downhill in den Dschungel Vom Pass ging es erst einmal recht schnell bergab, nach Macusani. Danach mußte ich noch eine kleine Steigung überwinden, um endlich in den Genuss des Downhills zu kommen. Es ging bis Ollachea, gute 1500hm, in einer Schlucht hinunter. Auf dem Weg runter merkte ich, daß es langsam wärmer wurde. Auch gab es jetzt endlich Bäume und Pflanzen, die mit jedem Meter zahlreicher wurden. In Ollachea legte ich erst einmal ein halben Tag Pause ein, um in Ruhe das Thermalbad zu besuchen. Mein rechtes Knie, das seit Bolivien schmerzte brauchte auch so eine Pause... Von Ollachea ging es dann schließlich recht schnell runter, nach San Gabán in den Dschungel.
Auf zur Brasilianischen Grenze Die Strecke von San Gabán nach Mazuco war recht hügelig. Die im Bau befindliche Straße, machte das fahren auch nicht gerade leichter. Viele Bäche überqueren die Straße, so daß ich meist auf einer schlammigen Piste fuhr. Wenn es dann doch einmal trocken war, wurde ich von vorbeifahrenden Autos total eingestaubt... |
In Mazuco verbrachte ich fast einen ganzen Tag, um mein Fahrrad wieder auf Vordermann zu bringen. Durch die vielen Bachüberquerungen von Ollachea, war meine Kette nur noch am quietschen. Auch die hinteren Bremsen(Maguras) waren so mit Matsch zu, daß eine Bremsbacke nicht mehr zurückfahren wollte. Von Mazuco ging es dann die ersten km weiter auf Asphalt, der aber dann, genau vor dem letzten Pass aufhörte. Auf der gerade im Bau befindlichen Straße, hieß es dann für mich, entweder über Kieselsteine zu hüpfen, oder halb in Matsch mit meinem Fahrrad zu versinken. Am Ende des Downhills machte ich erste Mal Halt, für eine Mittagspause in Santa Rosa. Dort genehmigte ich mir ein leckeres Mittagessen für gerade einmal 5Sol. Schon nach wenigen km kam dann endlich wieder eine Asphaltstraße, auf der ich dann bis Puerto Maldonado radelte. Puerto Maldonado, war zu meiner Verwunderung eine richtige Stadt mit allem drum und dran. Das einzige was mich hier störte war, daß die Preise von den Hostels etwas überzogen waren. Erst nach einer guten Stunde fand ich eins, das relativ preisgünstig war. So beschloß ich hier einen Ruhetag einzulegen, um meine Wäsche zu waschen und endlich mal meine Haare zu schneiden...
Puerto Maldonado - Assis Brasil Am nächsten Morgen fuhr ich mit der Fähre über den Rio Madre de Dios. Die Fahrt kostetete mich gerade einmal 1 Sol. Ab jetzt hieß es für mich erst einmal wieder auf einer in Bau befindlichen Straße zu fahren. Zu meiner Verwunderung ging es dann, nach gut 37km auf Asphalt weiter, bis nach Brasilien. Die neue Straße wurde erst vor kurzem(2005-2009) fertig gestellt. Abends übernachtete ich, ab jetzt bis nach Iberia in meinem Zelt, da ich mich so vor den Mücken schützen konnte. Die Landschaft wurde leider zunehmend hügeliger, was mich insgesamt etwas bremste. In Iberia beschloß ich, einen halben Tag zu bleiben, da es tagsüber kräftig regnete. Am nächsten Morgen ging es dann ohne Zwischenfälle weiter zur peruanischen Grenzstadt Iñapari.
Nachwort Peru hat mir persönlich sehr gut gefallen. Gerade im Tiefland waren die Menschen sehr gastfreundlich. Wenn ich nach einem Stellplatz für mein Zelt fragte, hat man es nie abgelehnt. Da sich meine spanisch Kenntnisse gebessert haben, kann ich längere Gespräche mit den Einheimischen führen. Dadurch kam ich zu tieferen Einblicken in die Lebensweise der Peruaner. Die InterOceánica wird zur Zeit komplett asphaltiert. Bis auf wenige Teilstücke ist dies auch schon geschehen. Gute 2000 peruaniasche Bauarbeiter sind dafür im Einsatz. Man sagt, daß 2011 die Straße komplett fertig ist. |




